
Historisches Bad Sassendorf
Vom Sälzerdorf zum staatlich anerkannten Moor- und Soleheilbad
Wer Bad Sassendorf kennen lernen möchte, sollte auch an seiner geschichtsträchtigen Vergangenheit nicht vorbeigehen und an den Menschen, die hier jenseits der großen Ballungszentren im Laufe der letzten Jahre ein Refugium für Erholungssuchende geschaffen haben.
Über Jahrhunderte hinweg war die Salzgewinnung der bedeutenste Wirtschaftsfaktor für das Moor- und Solebad Bad Sassendorf. Noch heute begegnen die Gäste hier auf Schritt und Tritt der Sole z.B. im Kurpark am historischen Gradierwerk, wo sie an den Schwarzdorn-Reisern in die Tiefe rieselt und die Mineralstoffe an die Luft abgibt.
Bad Sassendorf, vermutlich von sächsischen Siedlern als „Sassendorp“ gegründet, wurde 1169 erstmalig urkundlich erwähnt. Der damalige Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg schenkte dem Kloster St. Walburgis zu Soest neben anderen Gütern aus seinem Besitz ein Salzhaus (domum salinum) in Sassendorp. Mit der ersten Erwähnung wird Sassendorf bereits als Ort der Salzgewinnung bestätigt, was auf eine erheblich frühere Besiedlung schließen lässt.
Obwohl die Salzproduktion 1951 offiziell eingestellt wurde, ist das "weiße Gold" hier noch heute besonders wertvoll und bildet die Grundlage des heutigen Badebetriebes. Bereits um 1817 gab es erste Hinweise über die Verwendung der Sassendorfer Sole zu Bade- und Heilzwecken. Mit der Aufstellung von Holzbadewannen auf dem Salinengelände 1852 war der Grundstein für das erste Kurmittelhaus und das heutige Heilbad gelegt. In der Zeit von 1877 bis 1928 kamen fünf Kinderheime hinzu.
Im Jahr 1906 wurde aus dem alten Sälzerdorf das Sole-Heilbad "Bad Sassendorf".
Mit der Entdeckung des Moorvorkommens 1969 südlich des Ortsteils Ostinghausen wurde wenige Jahre später, 1975 Bad Sassendorf zum staatlich anerkannten Moor- und Sole-Heilbad.
Einige Eckdaten vom Beginn bis heute finden Sie hier:





